Top
  >  Blogging   >  #thoughtful: Über das Bloggen und dessen Werdegang

Schon länger habe ich drüber nachgedacht, meinen Gedanken auf meinem Blog freien Lauf zu lassen. Das habe ich sogar schon ein paar Mal getan. Siehe hier und hier. Aber dann kam ich immer wieder zu dem Entschluss, dass mein Blog kein Tagebuch, sondern ein Platz für Mode, Beauty und die freudigen Dinge im Leben ist und unschöne Gedanken wenigstens hier keinen Platz finden sollen. Ich muss mir aber eingestehen, dass ich solche Posts bei anderen doch ganz gern lese. Da sie wie bei Masha oder Jana meist wirklich aufschlussreich sind und man einen Einblick in die Gedankenstränge anderer Menschen erhält. Also probiere ich mich doch mal wieder an dieser Kategorie, denn ich habe so einige Sachen, die mir auf dem Herzen liegen. Dem ersten Thema widme ich mich heute: dem Bloggen und dessen Werdegang! Das sind meine persönlichen Gedanken dazu.

_MG_3647-Bearbeitet
 

Manchmal muss ich sagen stimmt es mich traurig, wie sich das ganze Thema rund um Blogs verändert hat. Obwohl doch nun eigentlich alles viel besser sein sollte. Denn mein Blog ist inzwischen zu einem Teil meines Jobs geworden und das ist doch eigentlich toll. Ja. Eigentlich. Denn manchmal vermisse ich einfach diese Zeit, in welcher man mit Blogposts schreiben noch kein Geld verdiente. In der nicht jeder zweite einen Blog eröffnete. In der Zeit wo es weder Instagram ( vielleicht gab es das 2011 schon, das weiß ich nicht. Jedoch war es nicht populär.), noch Twitter noch sonst was gab. Einfach die Zeit in der man nur für sich bloggte. Ich weiß noch wie ich morgens vor der Ausbildung extra eher aufgestanden bin um im Garten mein Outfit zu fotografieren. Jede freie Minute genutzt habe um Kommentare zu schreiben oder zu beantworten und Bilder zu machen. Denn mehr gab es damals nicht. Ich kannte keine Facebookpages für Blogs. Es gab kein Instagram wo mittlerweile ein riesen Followerkampf herrscht. Und es gab auch keine Communties wo man seine Blogposts veröffentlichen konnte. (falls ich falsch liege korrigiert mich bitte!). Ich habe zu der Zeit meine Links freiwillig gesetzt, kannte kein dofollow, kein nofollow. Habe mich nicht mit SEO oder SEA beschäftigt und habe einfach drauf losgeschrieben. Das geschrieben was ich wollte und mich freiwillig und für kein Geld der Welt hingesetzt und geschaut ob es die Kleidung aus meinem Outfitpost online gibt und wenn ja habe ich sie verlinkt. Dafür dass meine Leser sie finden. Ganz ohne Hintergedanken, ob nun wieder ein Link mehr auf meinem Blog zu finden ist, ob ich ihn nun dofollow oder nofollow setze, ob ich den Post kennzeichne oder was dafür für mich rausspringt. Und damals kamen die Follower in Scharen. Jetzt habe ich das Gefühl ein Blog ist einfach nichts besonderes mehr. Ich erinnere mich dran wie ich jedem erklären musste was überhaupt ein Blog ist. Jetzt ist es ein großer Konkurrenzkampf irgendwo, auch wenn es niemand öffentlich macht. Es ist schwer was neues zu machen, denn so gut wie alles gibt es bereits. Jeder Blog ähnelt doch irgendwo stark den anderen. Bei Instagram möchte jeder die Bekannteste sein. Die mit den meisten Followern. Manchmal vermisse ich es einfach. Das Bloggen aus Spaß, das Bloggen nur für seine Follower, für keine Firmen, Marken oder Agenturen. Was natürlich nicht (!) bedeutet, dass das Bloggen mir jetzt keinen Spaß mehr macht und ich es als Pflicht sehe. Das ist nicht im geringsten so, ich habe nach wie vor großen Spaß am Bloggen und möchte es niemals missen! Ich möchte nur deutlich machen, wie es sich manchmal anfühlt und wie es früher war… Und wie komme ich auf das alles? Als ich neulich hörte, dass man, selbst für Jobs die in keinster Weise etwas mit dem privaten Blogs zu tun haben, nach Followern bezahlt wird. Das scheint also die neue Qualifizierung zu sein und das was zählt. Wie viele Follower man auf seinen Social Media Kanälen hat… Vielleicht können ein paar alte Hasen im Bloggerbusiness mich ja nur ein klein wenig, ja nur ein ganz klein wenig verstehen. 😉 …

_MG_3668-Bearbeitet

Comments:

  • 5. März 2015

    Ich muss sagen, ich kann dich verstehen und das obwohl ich noch nicht einmal ein Jahr meinen Blog schreibe.. Aber ganz ehrlich? Mir geht dieser ganze Hype um "OH ich muss ganz schnell die zig 1000 Follower haben und ganz viele Firmen auf mich aufmerksam machen, damit ich dieses und jenes gesponsert bekomme" ziemlich auf die Nerven (und mir an meinen vier Buchstaben vorbei. ;)). Ich blogge, weil es mir Spaß macht, Eindrücke die ich im Alltag sammle zu teilen. Egal ob es jetzt Fashion, ein tolles Rezept, eine Reise oder meine tristen Gedanken sind.. Es ist für mich ein Hobby geworden, das mir unglaublich viel Spaß macht und so viele Dinge, die ich gerne mache, in sich vereint. Und jeder Mensch, der die Freude, mit der ich diesen Blog betreibe, erkennt und mir dann folgt, den liebe ich abgöttisch. Ich brauche kein Follow for Follow. Solche Leute können mir gerne ein "Ich folge dir jetzt, folgst du mir auch?!" unter den Post knallen.. mir egal. Sollen sie mir doch wieder entfolgen (gibt's das Wort?), wenn es ihnen nicht passt, dass ich nicht nach ihrer Pfeife tanze. 😀

    Daher.. bleib du deiner Linie treu und ärger dich nicht über den Wandel, den unsere heutige Gesellschaft durchläuft. Ändern können wir nur unser eigenes Verhalten. Und vielleicht bekommt der ein oder andere auch noch eine Erleuchtung? Wobei jene, die geschenke- und aufmerksamsgeil sind, wohl eher nicht… aber die werden wir auch nicht verändern können. 😉 Ich mag Gedanken wie deine – weiter so!

    In diesem Sinne.. hab du einen schönen Tag. ♥

    ♥ Grüße
    Selly
    von SellysSecrets

    reply...
  • 5. März 2015

    Kann dich da total verstehen 🙂 Ich blogge knapp seit 3 Jahren und da gab es noch gar nicht so viele Blogger, oder ich habe diese einfach nicht gefunden. Aber ich weiß auch noch, wie fast niemand wusste was überhaupt in Blog ist und man das dann immer erklären musste. Aber jetzt ist es wie es ist und ich werde auch noch weiter bloggen, auch wenn ich mich gegen viele Blogger nicht mehr durchsetzen kann, aber es macht auch ohne richtig viele Leser super viel Spaß 🙂 <3

    reply...
  • 5. März 2015

    Du sprichst mir mit diesem Post so unglaublich aus dem Herzen! Du hast so recht und ich sehe es ganz genauso. Mich macht es traurig, dass jeder zweite mittlerweile Blogger ist. Followerzahlen über Persönlichkeit und Individualität gestellt werden! Für mich ist diese Entwicklung eher negativ muss ich gestehen und ich wünscht mir auch manchmal, dass sich diese Social Media Sache etwas mehr zurückbilden würde.

    Geld mit Blogs zu verdienen ist ja absolut in Ordnung, aber wenn man mittlerweile nur noch Beiträge für Firmen schreiben darf, wenn man mehr als 1000 Instagram Follower hat und mindestens 500 auf Facebook, dann finde ich das schade. Ich will mich doch nicht verkaufen müssen! Irgendwo kann ich es verstehen, aber die Blog und die eigentliche Arbeit dahinter wird für mich völlig in den Hintergrund gestellt. Ich hoffe, dass sich das irgendwann wieder legt und die Arbeit und Kreativität am Blog wieder mehr geschätzt wird.

    Liebste Grüße,
    Alena
    lookslikeperfect.net

    reply...
  • 5. März 2015

    Ich lese solche Gedanken immer häufiger und gehöre auch nicht zu der Fraktion, die denken "Das schreibt die doch nur wegen der Aufmerksamkeit" -nein! Ich finde, es muss auch mal gesagt werden, wie es ist. Ich habe vor nicht mal einem Jahr angefangen, weil ich Freude daran hatte andere Blogs zu lesen und ich mir dachte: Ja, das ist das, was dir jahrlang gefehlt hat. Das ist das, was du als Hobby ausüben möchtest. Ohne den Hintergedanken ganz viele PR-Samples abzustauben. Nach 2-3 Monaten bin ich dann aber am Boden der tatsachen angekommen und habe fesgestellt, um wie viel mehr es eigentlich (mehr oder weniger offensichtlich) geht: Follower. Es ist ja irgendwo verständlich, dass sich ein Blog über seine Follower auch definiert. Und es ist manchmal so unfassbar schwer nachvollziehbar, warum der Blog x mehr Follower als Blog y hat. Das ist einfach so ein subjektives Ding, was man selbst nicht immer nachvollziehen kann und das macht es auch so schwer. Man muss aufpassen, dass man nicht beginnt, an sich selbst zu zweifeln. Sondern weiter machen, das was einem Freude bereitet. Vielleicht ändert sich die Situation bald wieder, zu wünschen wäre es.:)
    Lob für deine ehrlichen Worte!

    Liebste Grüße,
    Rina von Adeline und Gustav

    reply...
  • 5. März 2015

    Ich bin ehrlich ich weiß auch nicht was Seo & Sea ist. Ich kann dich leider nicht so ganz verstehen da ich selber noch nicht all zu lang blogge. Dennoch kann ich dich da irgendwie nach vollziehen da du den Post sehr gut geschrieben hast.

    Ich würde mir wünschen wenn öfters solche Post's von dir kommen würden 🙂

    Liebe Grüße Sophie
    http://konfetti-katze.blogspot.de

    reply...
  • 5. März 2015

    Ich finde es wirklich unglaublich schön, welche Dinge du in deinem Post ansprichst. Es ist wirklich schade, dass sich das in der letzten Zeit so verändert hat. Ich finde das betrifft leider nicht nur das bloggen. Viele Sachen haben sich mit der Zeit verändert & leider werden viele Dinge nie wieder so werden wie sie einmal waren & ich finde es extrem gut, dass auch du mit einer weitaus großen Leserschaft solche Probleme siehst.
    Zu deinen Bilder muss ich sagen, dass du wirklich ein unglaublich hübsches Mädchen bist & dein Gesicht eine unglaubliche Ausstrahlung hat. Du bist super schön geschminkt & die Kette steht dir super gut 🙂

    Liebe Grüße 🙂
    http://measlychocolate.blogspot.de

    reply...
  • 5. März 2015

    Richtig so, schreiben worüber und worauf man Lust hat. So soll es doch sein.

    reply...
  • 6. März 2015

    Wer seine Existenz auf einen Blog setzt, muss wie im echten Job eben alles machen und mit der Zeit gehen, Trends erkennen, seinen 5 Jahres Plan haben und erkennen wenn dieser nicht funktioniert. Du musst Dich dafür einsetzen, dass Du eben diese aktuell geforderten Follower bekommst. Ich bin im richtigen Leben Geschäftsführerin einer Personalberatung, mein Job früher bestand aus: Stellenanzeige schreiben, in die Zeitung damit, 1.000 Bewerber bekommen, besten aussuchen, einstellen, fertig: Heute mache ich viel viel mehr um zum "einstellen, fertig" zu kommen. Vor allem kostet es auch noch viel viel viel mehr Geld als vorher. Eben weil es SEO+SEA zum Beispiel gibt uuund tadaaaa auch noch massig andere Personaler und Blogs. MARKTWIRTSCHAFT, Konkurrenz nennt man das. Das betrifft doch jede Branche. Und ja, es herrscht ein Großer Kampf um die Bewerber/Follower da draußen, die es heute kaum noch gibt (also die qualifizierten, die mit Bock, die man auch will) Vergleichbar mit Deinen Followern.

    Ich würde im Traum nicht darauf kommen, den alten Personalerhasen öffentlich zu schreiben, wie toll ich es fand, wie ich früher für meine einfachere Arbeit bezahlt wurde.

    Und die Bewerber/Follower suchen sich eben auch gern die Blogs aus, wo nicht unter jeden Bild 1.000 SEO Worte stehen, denn da geht der Blick für das Wesentliche verloren.
    #tagsforlikes #tags4bewerber 😀

    reply...
  • 6. März 2015

    Wow ich bin begeistert, die Fotos sind einfach wunderschön!

    Schönes Wochenende:)

    Liebe Grüße
    July

    reply...
  • 7. März 2015

    Ich verstehe es total! Und mittlerweile nervt mich Instagram nur noch. Früher hat man HANDYfotos auf Instagram gepostet und konnte sie mit Filter hübscher machen. Mittlerweile ist auch dort höchste Bildqualität "verlangt" um erfolgreich zu sein. Ich habe auch langsam das Gefühl, dass Instagram die Blogs ersetzen…dort postet man seine Hauls und Outfit und kann auch noch einen unendlich langen Text drunter schreiben.

    Ich versuche auch so langsam wieder zurück zu den Wurzeln zu gelangen und nur noch das zu bloggen, was ich will…sei es ein Rezept oder auch einfach mal nur Handyfotos :). Im Grunde ist ja die Bloggergemeinschaft verantwortlich dafür, dass es sich fast nur noch um Erfolg dreht…man sollte immer mit gutem Beispiel voran gehen und wieder mehr Kommentare schreiben! Es hindert uns ja auch niemand dran, einfach alles so weiterzumachen wie früher. Wenn jemand das Gefühl hat, dass er mit seinem Blog Geld verdienen "muss", sollte er das Ganze überdenken und die "Erfolgsblogs" verschwinden sowieso mit der Zeit, da die Leidenschaft fehlt. Wir haben jetzt schon so viele Jahre durchgehalten, bloggen wir einfach wieder wie es uns gefällt :)!

    Liebe Grüße
    Priscilla

    reply...
  • 7. März 2015

    schöner Post! Würde mich freuen, wenn du mal vorbeischauen würdest. Alles Liebe Lessa
    http://mondmohn.blogspot.com

    reply...
  • *

    8. März 2015

    Du sprichst genau das an was ich denke !
    Ein wirklich sehr schöner Text !

    Liebe Grüße

    reply...
  • 8. März 2015

    Ein toller Post! Ich habe mienen Blog zwar auch erst seit fast einemJahr, habe aber schon davor viele Blogs geselen und mir ist auch aufgefallen, dass fast jeder zweite einen Blog hat und irgendwie dadurch auch ein wenig an Individualität verloren geht, wen man sich z.B.b auf Insagram umsieht, sieht man fast auf jedem zweiten Account ähnliche Bilder…
    Hab einen wundervollen Tag, Süße!
    <3
    http://theshimmeroflife.blogspot.de
    <3
    http://theshimmeroflife.blogspot.de

    reply...
  • 10. März 2015

    Ich kann deinen Worten nur zustimmen und dir danken, dass du dieses Thema so ehrlich beschrieben hast. Ich sehen den aktuellen Hype ähnlich wie du und er stört mich schon fast genauso wie diesen Fitness-Hype, dem momentan alle nacheifern!

    reply...
  • 10. März 2015

    Ich blogge nun auch schon seit mehr als 4 Jahren, aber die Anzahl meiner Follower war mir immer egal. Auch heute versuche ich nicht krampfhaft, Leser zu sammeln. Mir ist egal, wie die Branche tickt – ich muss morgens noch in den Spiegel schauen können.

    Liebste Grüße aus Berlin
    Deine Romi
    von http://www.romistyle.de

    reply...

post a comment